Diese Westerngitarren sind perfekt für Anfänger | TOP #5

Das wesentliche Merkmal einer Westerngitarre sind ihre Stahlsaiten. Der charakteristische Klang dieser Akustikgitarren ist für viele Gitarristen das Nonplusultra. Welche Bauformen es gibt, für wen Stahlsaiten-Gitarren die richtige Wahl und welche Modelle die besten für Anfänger und Fortgeschrittene sind erfährst du in diesem Beitrag.

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Westerngitarre VS Konzertgitarre (Nylonsaiten)

Mit einer Westerngitarre jammen

Für Greenhorns sehen alle Gitarren erst einmal gleich aus. Wo die Unterschiede zwischen Modellen mit Stahlsaiten und jenen mit Nylonsaiten liegen, verdeutlichen folgende Punkte:

Saiten
Dass die aufgezogenen Saiten den größten Unterschied darstellen dürfte keine Überraschung sein. Stahlsaiten sind viel Starrer und eignen sich deutlich besser für Techniken wie das Bending. Mit magnetischen Tonabnehmern, sogenannten Pickups, kann man sein Gitarrenspiel aufzeichnen oder verstärken. Wichtig ist, dass man auf eine Westerngitarre ausschließlich Stahlsaiten aufzieht. Nylonsaiten sind angenehmer zu spielen und bedürfen einer kürzeren Eingewöhnungszeit.
Klang
Konzertgitarren mit Nylonsaiten zeichnen sich vor allem durch ihren warmen Klang aus. Sie wird auch als Klassische Gitarre bezeichnet, weil sie häufig für klassische Gitarrenliteratur eingesetzt wird. Stahlsaiten klingen hingegen brillanter, differenzierter und heller. Im Allgemeinen gibt es hier aber keine starre Regel. Jedes Instrument klingt anders und die verwendeten Saiten formen in Verbindung mit dem Gitarristen einen einzigartigen und individuellen Sound.

Kopfplatte
Westerngitarren haben für gewöhnlich eine geschlossene Kopfplatte. Das heißt, dass der Kopf von vorne betrachtet eine durchgehende Fläche ist und links und rechts jeweils drei Mechaniken herausschauen. Auf der Kopflatte befinden sich dann noch je drei dazu gehörende Spulen links und rechts auf die die sechs Saiten beim Stimmen aufgewickelt werden. Bei Konzertgitarren werden die Saiten fast immer in die Kopfplatte gewickelt. Hierzu sind in zwei Aussparungen im Holz links und rechts je drei Spulen übereinander angebracht.

Griffbrett
Das Griffbrett von Konzertgitarren mit Nylonsaiten hat selten Orientierungshilfen in Form von sogenannten Inlays eingearbeitet. Stahlsaiten-Gitarren haben aber fast immer Inlays in Form von einfachen Punkten oder aufwendigeren Verzierungen oder schönen Formen wie Snowflake-Inlays zur Orientierung. In der Regel finden sie sich am 3. Bund, am 5. Bund, am 7. Bund sowie am 9., 12., 15. und 17. Bund. So können Gitarristen die Lagen rasch wechseln ohne zu verrutschen. Nylonsaiten-Gitarren haben meist breitere Griffbretter. 50 Millimeter sind die Regel, bei Gitarren mit Stahlsaiten sind es etwa 42 bis 44 Millimeter. Der Abstand der Saiten wird damit geringer.

Hals
Der Hals von Westerngitarren muss bedingt durch die Stahlsaiten viel größeren Kräften die auf ihn wirken standhalten als Klassische Gitarren. Damit er sich im Laufe der Zeit nicht verbiegt, ist er mit einer Stahlstange versehen, die in ihn eingearbeitet ist. Diese kann man auch mit einem geeigneten Schlüssel nachstellen, sollte der Hals doch irgendwann seine Form leicht verändert haben. In der Regel befindet sich die Schraube zum Einstellen am Ende des Halses direkt unter dem Schallloch oder aber auf der Decke beim Sattel unter einer kleinen Platte versteckt, welche man auch als “Glocke” bezeichnet.

Eine Frage des Materials

Von großer Bedeutung bei Gitarren ist das verwendete Holz. Es bestimmt maßgeblich über die klanlichen Eigenschaften des Instruments mit. Ein gutes Tonholz wird jahrelang gelagert und hat entsprechend seinen Preis. Günstige Gitarren werden fast immer aus gepressten Hölzern gefertigt. Teure Modelle sind hingegen vollmassiv. Das bedeutet, dass sowohl die Decke, wie auch der Boden und die Zargen – also der Rand der Gitarre aus Echtholz gefertigt sind. Bewährte Tonhölzer sind unter anderem Ahorn, Ebenholz (Ebony), Fichte, Zeder, Palisander, Walnuss und Mahagoni. Anfänger sind hier völlig überfordert und sollten sich bei günstigen Gitarren auch nicht mit den Hölzern auseinandersetzen. Entscheidend ist der Klang. Auch günstige Instrumente aus Pressspan können beachtlich klingen – und darauf kommt es an.

Unterschiedliche Bauformen und Korpusformen

Was alle Westerngitarren eint sind die Stahlsaiten. Neben den weit verbreiteten Flattops die durch eine flache Decke gekennzeichnet sind gibt es noch sogenannte Archtop-Gitarren die eine gewölbte Decke haben – wie man dies beispielsweise von Cellos oder Violinen kennt. Was ihre Korpusform anbelangt können sich Akustikgitarren durchaus unterscheiden. Von der Decke abgesehen gibt es unterschiedliche Korpusformen die dem Instrument nicht nur seinen Look verleihen sondern den Sound darüberhinaus maßgeblich beeinflussen. Welche Gitarrenarten es gibt, wo jeweils die Vor- und Nachteile liegen und für welche Korpusform man sich entscheiden sollte erfährst du im Folgenden.

Dreadnought

Der absolute Klassiker unter den Stahlsaiten-Gitarren ist die sogenannte Dreadnought Gitarre. Die Korpusform wurde ursprünglich von dem bekannten Gitarrenhersteller Martin eingeführt, der seit über 150 Jahren erfolgreich “Flattop” Akustikgitarren herstellt. Die restlichen Hersteller haben die überaus überzeugende Bauweise dann übernommen. Der Sound überzeugt mit differenzierten Klängen bei einer annehmbaren Lautstärke, der Höhen, Mitten und Bässe sehr ausgewogen abbildet. Das ausgewogene Klangspektrum macht diese Gitarrenart deshalb perfekt für Fingerpicker, aber auch für Freunde des Blues und Folk sind Dreadnoughts ideal. Natürlich liefern die Akustikgitarren auch eine überzeugende Performance beim Strummen, dem Spielen und Anschlagen einzelner Akkorde. Im Grunde genommen ist die beliebteste Gitarrenform ein Universaltalent das man wirklich für jede Musikrichtung und jeden Stil einsetzen kann. Es gibt an sich keinen Gersteller, der diese Gitarrenart nicht mit einer breiten Auswahl an Instrumenten präsentiert.

Jumbo

Eine weitere Korpusform die sich etabliert hat kommt aus dem Hause Gibson. Der Premiumgitarrenhersteller hat im Flattop-Gitarren-Segment einst die Super Jumbo 200 (SJ-200) auf den Markt gebracht. Legenden wie Bob Dylan und Elvis Presley haben die Akustikgitarre mit Leidenschaft gespielt. Das erste Exemplar dieses Modells wurde von Gibson 1937 gefertigt – ursprünglich als Custom-Gitarre für für einen singenden Hollywoodstar. Die Serienproduktion begann dann ein Jahr später. Was die Dreadnought für Martin ist, ist die Jumbogitarre für Gibson. Die Bauform wurde von fast allen Herstellern aufgegriffen und gehört somit mittlerweile zum Standard. Charakteristisch für die Jumbogitarre sind markante Bässe mit kräftigen Mitten und durchsetzungsstarken Höhen. Die Töne klingen im Vergleich zur Dreadnought etwas undifferenzierter. Fürs Fingerpicking sind Dreadnought-Gitarren deshalb besser geeignet. Die Stärken einer Jumbo kommen beim Strumming voll zur Geltung, hier liefert sie einen brachialen und durchsetzungsstarken Sound den man optimal mit Gesang begleiten kann.

Mini-Jumbo

Bei der Mini-Jumbo handelt es sich um den kleinen Bruder der großen Jumbo-Version. Die Abmessungen des Korpus wurden etwas reduziert, wobei es hier keine Normwerte gibt. Im Grunde genommen kann jeder Hersteller hier die Maße selbst festlegen. Die reduzierte Größe hat einen hörbaren Einfluss auf die Klangeigenschaften der Mini Jumbo. Der dominante Bass und die markanten Mitten verlieren etwas an Kraft, sodass die Höhen etwas mehr an Power gewinnen, was das Instrument noch vielseitiger macht. Die kleinen Jumbos sind wahre Allroundtalente und sind am ehesten zwischen der klassischen Jumbo und den Dreadnoughts anzusiedeln. Sowohl für Fingerpicking wie auch fürs Strumming sind sie bestens aufgestellt und liefern immer und bei jeder Gelegenheit eine überzeugende Performance ab.

Concert, Grand Concert & Auditorium

Neben den unterschiedlichen Formen gibt es noch drei weitere gebräuchliche Bauformen. Mehr dazu erfährst du hier.

Was für eine Gitarre mit Stahlsaiten spricht – und was dagegen

Für welche Gitarre man sich entscheidet sollte immer vom persönlichen Geschmack abhängen. Wenn einem der Sound von Westerngitarren zusagt und der von Klassischen Gitarren eher weniger, spricht eigentlich alles dafür, sich für Stahlsaiten zu entscheiden. Die Wahl hängt auch nicht vom Musikgeschmack ab – auch klassische Gitarrenliteratur lässt sich hervorragend mit Stahlsaiten interpretieren und lässt einen zudem aus der Masse der klassischen Gitarristen herausstechen. Viele Techniken wie sie zum Beispiel bei der Fingerstyle Gitarre üblich sind lassen sich mit Konzertgitarren kaum oder gar nicht umsetzen. Zumindest nicht so, dass das Resultat zufriedenstellend ist. Mal davon abgesehen kann man auch ein Rennrad und ein Mountainbike besitzen und je nach Laune und befahrenem Terrain zwischen beiden Rädern wechseln. Natürlich kann man eine Westerngitarre spielen, eine Konzertgitarre besitzen und E-Gitarre, die man in die Hand nimmt, wann immer es einem danach ist. Eine Steelstring ist jedenfalls ein großartiges Instrument – auch für Einsteiger! Man sollte es als Anfänger nur langsam angehen lassen, weil man sich zunächst an die Stahlsaiten gewöhnen muss. Die Hände und Fingerspitzen werden ein paar Tage brauchen, ehe sie sich an die neue Belastung gewöhnt haben.